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Die Geschichte des Eisschnelllaufs auf der kurzen Bahn - weltweit

Die Wurzeln des Eisschnelllaufs auf der kurzen Bahn (Short Track) liegen in Nordamerika und gehen bis ins Jahr 1900 zurück. Dieser Sport war damals als Halleineislauf bekannt und sein Gegenstück, der Eisschnelllauf auf der „langen Bahn“ war als Freilufteislauf bekannt.

Der Eisschnelllauf auf der kurzen Bahn wurde eigentlich nur deshalb ins Leben gerufen, weil es nicht genügen 400 m lange Ovale für den Long Track gab, die den Eisläufern für Trainingszwecke zur Verfügung gestanden wären. Die Eisschnellläufer waren oft gezwungen, in Eishockeystadien zu trainieren und so begannen sich einige Athleten für die kürzeren Strecken mit schärferen Kurven zu interessieren. Dies waren die ersten Schritte in der Entwicklung des Short Track. In späteren Jahren – noch später als dieser Sport von der ISU anerkannt wurde – trainierten die Sportler auf der kurzen und der langen Bahn gemeinsam und die Langstreckenläufer konnten hier ihre Sprintzeiten verbessern, indem sie die Technik der Kurzstreckenläufer studierten.

Die USA und Kanada organisierten im Jahr 1906 den ersten Short Track Wettbewerb überhaupt und im Jahr 1921 fand die erste internationale Short Track Meisterschaft statt. In den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Short Track sowohl in Nordamerika wie auch in Kanada äußerst beliebt. Bei den olympischen Winterspielen 1932 erhielt das Organisationskomitee des Long Track die Genehmigung des ISU, den damals üblichen Eisschnelllauf in seiner schnelleren Form, dem Short Track weiter zu entwickeln. Damals liefen die Eisschnellläufer erstmals in Staffeln als Teams gegeneinander und gleichzeitig auch gegen die Zeit, wie dies den nordamerikanischen Regeln entsprach.

Die weltweit ersten Short Track Wettkämpfe fanden 1976/77 statt, im Jahr 1978 wurde dieser Sport dann vom Internationalen Eisschnelllaufverband (ISU) offiziell anerkannt. Die erste offizielle Short Track Weltmeisterschaft fand im Jahr 1981 im französischen Meudon-la-Foret statt. Bei den olympischen Winterspielen 1988 in Calgary wurde dieser Sport als Darbietung geboten und seit den olympischen Winterspielen in Albertville im Jahr 1992 zählt der Short Track zu den offiziell anerkannten olympischen Winterdisziplinen.

Die Geschichte des tschechischen Short Track

Der Grundstein für die Entwicklung des Short Track in Tschechien wurde im Jahr 1993 in Ž?ár nad Sázavou gelegt. In dieser Region gab es damals bereits einige Klubs, die sich dem klassischen Eisschnelllauf widmeten und die auf der Naturbahn in Svratce trainierten. Doch diese Bahn konnte nur drei Monate im Jahr genutzt werden, was eine kleine Gruppe von Sportbegeisterten dazu brachte, sich auf den Short Track zu verlegen. Diesen Sport konnten sie wetterunabhängig in einem Winterstadion ausüben und ein solches stand ihnen in Ž?áru nad Sázavou zur Verfügung.

Seit 1996 befasst sich auch der Sportklub Slávia Praha mit dem Short Track. Jind?ich Pa?ík begann mit Kindern aus Prag und Benátky nad Jizerou im Winterstadion von Benátky n/J. zu trainieren. Nur zwei Jahre später wurde in Benátkách n/J ein weitere Klub gegründet und so bestehen nun in Tschechien bereits drei Klubs, die sich dem Short Track verschreiben haben. Auf dieses Weise entstand ein gewisses Konkurrenzdenken und man begann, an den ersten großen Wettbewerben teilzunehmen. Seit dem Jahr 1998 nehmen die tschechischen Teams regelmäßig an den Weltcupbewerben und den Europa- und Weltmeisterschaften in dieser Disziplin teil.