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Die Geschichte des Eisschnelllaufs auf der langen Bahn (Longtrack)

Der Eisschnelllauf wurde für den Verein Svratka eine echte Rarität. Der Turn- und Sportverein TJ Mars Svratka wurde bereits im Jahr 1954 als günstigster Ort zur Ausübung dieses Sports in unserem Land gegründet. Dank dieser Konstellation und dem Verständnis der örtlichen Funktionäre, die die Einrichtung einer Naturbahn für Eisschnellläufer ermöglichten, konnte hier, nachdem die örtliche Bevölkerung tausende Stunden von freiwilliger Arbeit an dieser Bahn geleistet hatten, mit dem Eisschnelllauf begonnen werden.

Noch in diesem Jahr (1954) konnte die Bahn mit den Internationalen Tschechoslowakischen Meisterschaften eingeweiht werden. Unsere Repräsentanten konnten unter gewaltigem öffentlichen Interesse einen souveränen Sieg davontragen. Die hiesige Eisfläche wurde ob ihrer ausgezeichneten Qualität in der gesamten Eisschnelllaufwelt zu einem Begriff. Sogar Weltrekordhalter kamen, um sie "auszuprobieren". Bald kamen auch heimische Sportler aus den Reihen der Jugendlichen hinzu. Ihre Vorbilder waren insbesondere der mehrfache tschechoslowakische Meister Ji?í Schöppe und die mehrfache Meisterin (sie errang u. a. auch den 4. Platz bei den Weltmeisterschaften in Schweden) Jarmila Königová-Št'astná, die Ehefrau des Motorradsportlers František Š?astný, der auch Eisschnellläufer war und bedeutende Leistungen erbrachte. Auch die Geschwister Eva und Pavel Romanov, die mehrfachen Eistanzweltmeister der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, kamen zu einem Schaulaufen auf dieser hochwertigen Eisschnelllaufbahn.

Es ist nicht zu bestreiten, dass die Stadt Svratka ihre Popularität dem Eisschnelllauf zu verdanken hat. Bis heute ist die hiesige Natur-Eisschnelllaufbahn die einzige ihrer Art in unserem Land. Bedauerlich ist, dass sich die klimatischen Bedingungen ständig verschlechtern. Viele Länder, in denen dieser Sport betrieben wird, haben sich bereits darauf verlegt, gekühlte Bahnen zu bauen. Unseren Funktionären ist es jedoch trotz der genannten schlechten Bedingungen gelungen, eigene ausgezeichnete Wettkämpfer auszubilden. Hier sei insbesondere Ji?í Kyncl erwähnt, der sich bereits an mehreren Europa- und Weltmeisterschaften beteiligte und auch bei den Winterolympiaden in Calgary und Albertville gestartet ist.

Im Jahr 1990 mussten die Eisschnellläufer ihre Aktivitäten an der ursprünglichen Lokalität einstellen, da das zuvor geschüttete Fußballfeld, das den Sportlern beider Disziplinen diente, eine Rasendecke erhalten sollte. Die Eisschnellläufer wurden in Ersatzräumlichkeiten nahe ihrem ursprünglichen Trainingsgelände untergebracht. Dieses ist zwar von seiner Größe her an der Grenze der Regularität, bietet aber immerhin die Möglichkeit, diese doch sehr schöne und interessante Sportart weiterzuentwickeln und – vor allem – dort weiterzumachen, wo bereits einiges erreicht wurde.